Der Arbeitskreis

Der Arbeitskreis der Kinder- und Jugendtheater in Nordrhein-Westfalen ist der Zusammenschluss der professionellen in der ASSITEJ organisierten Kindertheater und Jugendtheater in Nordrhein-Westfalen. In diesem Arbeitskreis engagieren sich sowohl kommunale Theater, als auch Landestheater und freie Theater für die Interessen und die Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendtheaters und vertreten diese gegenüber der Öffentlichkeit und der Kulturpolitik.

So ungewöhnlich, so notwendig und so anstrengend die besondere Zusammensetzung des Arbeitskreises mit rund 75 Mitgliedern hin und wieder sein mag, so engagiert, temperamentvoll und energetisch aufgeladen geht es bei den AK-Sitzungen und Begegnungen während des jährlichen westwind Festivals zu.

Freie Theater, kommunale Theater und Landestheater sitzen an einem Tisch und streiten für die gemeinsame Sache des Theaters für junges Publikum. Die Formen der Zusammenarbeit und die Ziele des Arbeitskreises sind in gemeinsam verabschiedeten Statuten formuliert.

Liest man im Arbeitsbuch 2011 der Zeitschrift „Theater der Zeit“, so erkennt man schnell, dass in der ungewöhnlichen Zusammensetzung des Arbeitskreises eventuell sogar die Zukunft des Theaters schrittweise vorweggenommen wird: Die Koexistenz von starker Freier Szene und Theaterhäusern könnte in Formen des Austauschs und der Kooperation münden, zu einem Zugewinn an Erfahrung und Ressourcen auf beiden Seiten führen. Schaut man jedoch genauer hin, wird ebenso frappierend deutlich, wie unterschiedlich die Interessen der verschiedenen Theater in Stadt, Land und Freiheit doch zuweilen sind und  – auch das soll hier nicht verschwiegen werden – wie viele Ressentiments es bei einzelnen Protagonisten weiterhin gibt. Vor allem in den Knappkassenzeiten, in denen nicht nur die kommunalen Fördergelder weniger und langsamer fließen, sondern vor allem dann, wenn um die stetig weniger werdenden Gastspielverträge konkurriert wird.

Theater wollen spielen. Dass dies in aktuellen Formen und Formaten für Kinder und Jugendliche und daneben auch immer öfter mit Kindern und Jugendlichen geschieht, ist inzwischen in der Kulturpolitik hinreichend angekommen.

Also haben die Theater in NRW einen Auftrag: Weiter machen, vor allem weiter produzieren, viele gute neue Stücke, Uraufführungen, deutschsprachige Erstaufführungen, spannende Bearbeitungen aktueller Stoffe und Stücke aus dem Repertoire der Kinder- und Jugendliteratur. Nicht immer sind sie dazu ausreichend finanziert und das schmerzt. Unabhängig davon sind alle Theater vor Ort mit ihrem Zielpublikum und den entsprechenden Multiplikatoren wie Schulen, Kindergärten, Familienzentren, Kinder- und Jugendeinrichtungen oder auch Sportvereinen und Musikschulen vernetzt. Bisher hauptsächlich über die Projektarbeit und persönliche Kontakte – hier dauerhafte Strukturen, verlässliche Partnerschaften und eine hinreichende Förderung aufzubauen ist eine der zukünftigen Aufgaben des Arbeitskreises der Kinder- und Jugendtheater NRW.