Wolfgang Borchert Theater

Das Wolfgang Borchert Theater zählt zu den ältesten Privattheatern Deutschlands. Es wurde 1956 als „Theater im Kleinen Raum“ gegründet und zwei Jahre später fortgeführt als „Zimmertheater“ im Bahnhof. Seit dieser Zeit ist das WBT neuen theatralischen Formen und modernen Stücken gesellschaftskritischen, philosophischen Inhalts verpflichtet und eindeutig literarisch ambitioniert. Zum 25-Jährigen Jubiläum, auf dem Höhepunkt der Friedensbewegung, wurde das Theater in „Wolfgang Borchert Theater“ umbenannt.
Seit 2006 ist Meinhard Zanger Intendant des Hauses. Bundesweite Beachtung fanden künstlerisch hochwertige Produktionen, darunter das Außenprojekt EIN SOMMERNACHTSTRAUM in Münsters Gasometer. 2012 wurde das WBT in der Kritiker-Umfrage des Fachmagazins Die deutsche Bühne zum „besten Off-Theater“ gekürt. Gastspiele und Koproduktionen führten das WBT bislang u.a. nach Düsseldorf, Hamburg, zu den Ruhrfestspielen Recklinghausen, in die Schweiz und nach Tel Aviv.
Das WBT ist mit rund 280 Vorstellungen pro Spielzeit eine der produktivsten privaten Bühnen Nordrhein-Westfalens. Mit einer Auslastung von 99,3 % war das alte Haus zu klein geworden: Im Herbst 2014 zog das Theater in den historischen Flechtheimspeicher am Stadthafen. Ein Schwerpunkt der Kinder- und Jugendtheaterarbeit bilden nach dem Umzug v.a. Stücke für Jugendliche ab 12 Jahren. Das WBT bietet Klassenzimmerstücke, mobile Produktionen und Schulvorstellungen im Haus, sowie Workshops und Gespräche in Schulen zu ausgewählten Themen an. 10% der WBT-Zuschauer sind Kinder- und Jugendliche.