Kulturpolitische Diskussionen & Aktionen

NRW Haushalt 2025 & 2026

Die Kulturszene NRW ist durch die aktuellen Haushaltsdebatten sehr angespannt. Viele Künstler*innen bangen um ihre Existenz und den Fortbestand ihres Arbeitsplatzes.

Einen Überblick über aktuelle Aktionen gibt es HIER auf der Homepage des Landesbüros freie darstellende Künste und HIER auf der Seite des Landesbüro Tanz. Auch der Kulturrat NRW hat das Thema mehrfach aufgegriffen und Stellungnahmen veröffentlicht. Zudem hat sich ein neues Kulturbündnis NRW gegründet.

Der Arbeitskreises der Theater für junges Publikum NRW und seine Mitglieder sind ebenfalls auf lokaler, regionaler, landes- und bundes- Ebene  aktiv. Vielfältig werden gemeinsam die Interessen des Theaters und des Tanzes für junges Publikum vertreten.

Zuletzt auch auf der Demonstration vor dem Landtag NRW am 08. Oktober 2025. Ein Bericht von vielen beim WDR 

Zum 30. Oktober 2025 gab es überraschend die Information, dass die angekündigten Kürzungen zurückgenommen werden.

https://www1.wdr.de/kultur/kulturnachrichten/nrw-kulturetat-erhoehung-100.html

https://kulturrat-nrw.de/pressemitteilung-kulturrat-nrw-begruesst-erhoehung-des-kulturetats-2026/

https://www.deutschlandfunkkultur.de/ende-der-misere-nrw-kulturetat-wird-ueberraschend-erhoeht-100.html

Zur Sitzung des Ausschusses für Kultur und Medien am 13.11. 2025 wurde ergänzend zur Tagesordnung ein aktueller Sachstand zum Kulturetat 2026 veröffentlicht.

https://www.landtag.nrw.de/home/der-landtag/ausschusse-und-gremien-1/fachausschusse-1/a12-kultur-und-medien/tagesordnungen-und-protokolle-so.html

Doch keine Rücknahme von Kürzungen in der Spitzen- und Exzellenzförderung

Im Kulturausschuss Ende Oktober versprach Ministerin Ina Brandes die Rücknahme aller angekündigten Kürzungen, nachdem der Kulturetat im Haushaltsplanentwurf um insgesamt 14,6 Millionen erhöht wurde. Ausnahmen von dieser Regelung wurden nicht kommuniziert.

Nun wird die Ankündigung in Teilen in Frage gestellt: Die Rücknahme gilt laut Aussage der Ministerin im Kulturausschuss am 4. Dezember 2025 nun doch nicht für die Spitzen- und Exzellenzförderung in den Freien Darstellenden Künsten.

(aus der Pressemitteilung des Kulturrat NRW)
Die ganze Pressemitteilung gibt es hier.

Eine ausführliche Stellungnahme des Landesbüros freie darstellende Künste ist hier zu finden:

Dies betrifft auch die Spitzenförderung Kinder- und Jugendtheater.

Obwohl die Jurys nach Aufforderung des Ministeriums ein ausführliches Ranking erstellt haben, damit Gruppen für den Fall einer Mittelerhöhung nachrücken können, soll es dazu nicht kommen.
Erklärt wird dies mit Verfahrenstechnischen Gründen und verwaltungstechnischen Hindernissen.
Außerdem wurde angeführt, dass ein Teil der Summe, um die die Spitzen- und Exzellenzförderung gekürzt werden sollte, schon an die Spielstätten des Theaters für Junges Publikum umverteilt wurde.

Die Spielstätten im Theater für Junges Publikum benötigen zusätzliche Mittel, um die begrüßenswerte Honoraruntergrenze umsetzen zu können. Hier ist ein Anfang gemacht. Allerdings ist es widersinnig und falsch, dies aus Mitteln der Förderprogramme der Freien Szene zu nehmen.

Wir lassen uns nicht spalten!

Wir fordern:

– Beibehaltung Förderprogramme mit voller Platzanzahl in Exzellenz- und Spitzenförderung

– Auffangen der durch verbindliche Honoraruntergrenzen entstehenden Mehrkosten durch Mittelaufstockung der Theaterhäuser für junges Publikum

– Transparente und verlässliche Kommunikation

 

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Anhörung im Landtag zum Theater für Junges Publikum am 01.02.2024

Ausgehend von einer Anfrage der SPD Fraktion gab es am 01.02.2024 eine Anhörung im Landtag zum Theater für Junges Publikum, an der auch viele Sachverständige aus unserem Arbeitskreis teilgenommen haben.

Das Video der Sitzung und weitere Informationen gibt es auf der Seite des Landtags NRW.

https://www.landtag.nrw.de/home/der-landtag/tagesordnungen/WP18/600/E18-656.html

https://www.landtag.nrw.de/home/mediathek/video.html?kid=48546841-cb04-49c8-8f2b-e260f993f744

Empfang im Landtag am 24.10.2023

Am 24.10.2023 empfing der NRW Landtagspräsident André Kuper Theaterschaffende für Junges Publikum aus dem ganzen Bundesland im Landtag. Die Anwesenden sind im Arbeitskreis der Theater für Junges Publikum organisiert, der sowohl kommunale als auch freie Theater, Gruppen und Einzelkünstler*innen zu seinen Mitgliedern zählt. Kuper dankte den Theatermenschen für Ihr Engagement und bezeichnete Sie als Eckpfeiler einer Allianz für Demokratie, die wir in unserer Gesellschaft mehr denn je benötigen. Kirstin Hess, eine der Sprecher*innen des Arbeitkreises Theater für Junges Publikum NRW, antwortete mit einer kurzen Rede, in der sie dem Landtagspräsidenten für die Ehre und die Wahrnehmung der Szene dankte, in dem Zusammenhang aber die Landesregierung nochmals eindringlich an ihre Versprechen zur Erhöhung des Kulturhaushalts erinnerte und darauf hinwies, dass gleichbleibende Förderungen und zugleich Kostensteigerungen einen Strukturabbau bedeuteten. Kulturelle und politische Bildung brauchen gerade in den heutigen Zeiten mehr Unterstützung und nicht weniger.

24.10.2023, Empfang Kinder- und Jugendtheater, Plenarsaal/Empfangsraum, Foto: Ingo Lammert

(Bildnachweis: Landtag NRW / Ingo Lammert)

Aktuelle Stellungnahmen zum Haushaltsplan 2024

Aus der Stellungnahme des Kulturrats NRW

(…) Für den landesgeförderten Bereich gab es Hoffnung, denn die Regierungsparteien haben im Koalitionsvertrag eine jährliche Steigerung des Kulturetats vorgesehen, der manche Kostensteigerung abfedern und überdies dringend benötigten Spielraum für Aufgaben schaffen würde, die im Kulturgesetzbuch für NRW festgelegt sind.
Doch der nun in den Landtag eingebrachte Haushaltsentwurf 2024 bedeutet faktisch eine Kürzung.(…)
Die versprochene Steigerung bleibt nicht nur aus, vielmehr sinkt der Kulturetat 2024 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 7 Millionen Euro. Das bedeutet angesichts der Kostensteigerungen harte Einschnitte für Kunst und Kultur in NRW.

https://kulturrat-nrw.de/nrw-kulturhaushalt-2024-die-geplante-kuerzung-droht-die-kulturszene-zu-laehmen/

Hier außerdem die Stellungnahme des Landesbüro freie darstellende Künste NRW.

Und ein offener Brief unseres Arbeitskreises Theater für Junges Publikum NRW, der an die Mitglieder des Ausschusses für Kultur und Medien das Landtags NRW und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW gesendet wurde.
AK_TJP_NRW_OffenerBrief_KulturhaushaltesNRW,


Kulturpolitische Diskussionen in Zusammenarbeit mit WDR 3 – Sendereihe Forum

In 2022 fanden in Zusammenarbeit mt dem WDR 3 kulturpolitsiche Diskussionen statt, die alle noch über die Homepage abgerufen werden können.

“Wandel oder Wortgeklingel”  – 03. April 2022

Öffentliche Diskussion mit dem WDR im Vorfeld der Wahl im  Jungen Schauspielhaus Düsseldorf mit kulturpolitischen Sprecher*innen von CDU, FDP, SPD, Die Grünen und VOLT, Julia Dina Hesse Vorstandsmitglied ASSITEJ Deutschland und International, Maja Pindek Rabrenović, Bezirksschüler:innenvertretung Düsseldorf und Hannah Biedermann freie Regisseurin und Mitbegründerin von pulk fiktion, Köln. Moderation: Stefan Keim, Kulturjournalist

„Ist Theater behindertenfeindlich?“ – 17. Juni 2022

Beim WESTWIND-Festival 2022 in Bochum. Moderation: Amy Zayed, freie Redakteurin und Autorin
mit: Alina Buschmann, Schauspielerin, Beraterin und Coach
Roisin Keßler, Kulturpädagogin und Inklusionsberaterin für Kulturinstitutionen
Noa Winter, Kurator*in, Kulturberater*in, Wissenschaftler*in und Behindertenrechtsaktivist*in

“40 Jahre Niedriglohn” – 02. November 2022

Podiumsdiskussion am 2.11.22 im Comedia Theater Köln. Thema: 40 Jahre Comedia-40 Jahre Niedriglohn. Auf dem Podium saßen: Staatssekretärin Türkeli-Dehnert Land NRW, Bürgermeisterin von Bülow Köln, Ulrike Seyboldt Landesbüro Freie darstellende Künste NRW, Julia Huda-Nahas und Manuel Moser als Sprecher*innen des AK TJP und als Akteur*innen der freien Szene für junges Publikum.  Moderation: Stefan Keim, Kulturjournalist

Alle Sendungen nachzuhören unter:
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/wdr3-forum/index.html

 

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